Ich bin sowohl Fachärztin als auch Psychotherapeutin.
Das bedeutet, dass ich auf Grund meiner Doppelausbildung im
diagnostischen Gespräch zunächst die vermutliche
Ursache einer Erkrankung erkennen kann. Sollten seelische
Einflüsse oder seelisch-körperliche Vorgänge
an der Entwicklung der Erkrankung beteiligt sein, so kann
ich die geeignete Behandlung vorschlagen. Wenn eine in ihrer
Wirkung anerkannte Psychotherapie notwendig wird, so kann
ich diese bei freien Kapazitäten selbst durchführen, oder
Ihnen Hilfestellung im therapeutischen Therapieangebot
geben. Früh genug begonnen, führt eine derartige
Therapie häufig zur vollständigen Heilung ohne
weitere Zusatzmaßnahmen. Ich kann jederzeit während
einer Psychotherapie, die als Gespräch stattfindet,
erkennen, ob und wann medizinische Untersuchungen notwendig
werden, oder andere Therapieformen – wie z.B. Medikamente
oder ein Klinikaufenthalt – notwendig werden. Wenn
psychosomatische Störungen früh genug erkannt und
behandelt werden, können damit Chronifizierungen (ein
Andauern der Beschwerden) vermieden werden.
Meine berufliche Entwicklung, die zu dieser Doppelkompetenz
geführt hat, begann mit meiner Approbation als
Ärztin 1986.
In den ersten Berufsjahren als Fachärztin für
Anästhesie/Intensivmedizin und als Schmerztherapeutin
erwarb ich ein umfangreiches medizinisch-klinisches Wissen
in fast allen medizinischen Fachgebieten. Ich behandelte
viele Patienten und interessierte mich für deren
Schicksale. Dabei waren für mich neben der rein
medizinischen Behandlung folgende Fragen wichtig:
Warum gibt es einerseits Menschen, die angesichts
schwerer Schicksalsschläge, Erkrankungen oder
Unfälle ihr Leben meistern und kämpfen oder es
annehmen und dabei sogar genießen können? Warum
entwickeln diese Menschen keine körperlichen oder
seelischen Symptome?
Warum gibt es andererseits Menschen, die ihren Platz im
Leben nicht finden, oft ihre Chancen nicht ergreifen, um
dann das Gefühl zu entwickeln, "ihr Leben nicht
gelebt zu haben"? Diese Menschen bekommen oft seelische
Beschwerden wie z.B. Unruhe, Schlafstörungen oder
Depressionen. Warum entwickeln einige Menschen chronische
Beschwerden (wie z.B. Schmerzen), obwohl der rein
körperliche Anlass der Erkrankung (wie z.B. ein
Bandscheibenvorfall oder ein Unfall) schon wieder
abgeklungen ist?
Mein weiterer beruflicher Weg führte mich im Verstehen
von neurotischen und psychosomatischen Erkrankungen in ein
neues Fachgebiet, die Psychosomatische Medizin. In dem
Wunsch körperlich-seelische Zusammenhänge nicht
nur besser zu verstehen, sondern auch behandeln zu
können, folgte seit 1998 eine psychotherapeutische
Ausbildung, eine weitere Facharztweiterbildung zur
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie und meine psychoanalytische Weiterbildung.
Inzwischen helfe ich seit vielen Jahren seelisch-körperlich
Erkrankten mit tiefenpsychologisch fundierter oder
analytischer Psychotherapie ihre alltäglichen Chancen im
Leben wieder zu erkennen und zu nutzen, um seelisch und
körperlich gesunden zu können. Meine therapeutische
Erfahrung sammelte ich an verschiedenen psychosomatischen,
psychiatrischen und psychotherapeutischen Kliniken, als
Angestellte in einer Praxis, 2007-2021 in eigener
kassenärztlicher Praxis, und ab 2022 in meiner Selbstzahler-
und Privatpraxis.
In der Fort- und Weiterbildung angehender
Psychotherapeutinnen und -therapeuten, sowie von
psychotherapeutischen Kolleginnen und Kollegen gebe ich
meine Erfahrung und mein Wissen mit Freude weiter. Ich bin
Selbsterfahrungsleiterin (Lehrtherapeutin) und Supervisorin
an der Psychologischen Hochschule Berlin und am Institut für
Psychotherapie Potsdam IfP.
Ich bin Mitglied der Deutschen Gesellschaft für
Psychoanalyse, Psychotherapie, Psychosomatik und
Tiefenpsychologie (DGPT) e.V.. Von 2011 – 2021 war ich
Mitglied des beratenden Fachausschusses für Psychotherapie
der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin.